Folk-Rock mit Elementen altslavischer Poetik, so bezeichnen die Musiker der Band "Rasnotrawie" ("Satte Wiese") selbst ihr Schaffen.
Zarte Töne von hölzernen Rohrpfeifen, Hirtenflöten, traditionellen Blasinstrumenten "Kaljakas" und "Schalejkas" verflechten sich in den Liedern von "Rasnotrawie" mit akustischer Gitarre und Mandoline. Die meisten Blasinstrumente wurden von den Musikern selbst liebevoll und autentisch angefertigt.
Noch ungewöhnlicher sind alte Instrumente, die kaum mehr irgendwo erklingen - die Gusli oder die Radlyre. Mit solcher Besetzung ist die Musik von "Rasnotrawie" frei von jedem Anflug von Kitsch oder Pop und tendiert eher zur World-Music - mit deutlichem slavischem Klang.
Wegen der Vielfalt archaischer Wörter und uralter slavisch-heidnischer Symbolik sind die Texte der Lieder sogar für viele Russen nicht ganz verständlich, doch das stört keinesfalls, die Musik zu genießen, die mal fröhlich und klar klingt, mal magisch und geheimnisvoll wie Zaubergesänge eines Schamanen. Dazu ist sie noch mit verschiedenen Alltagsgeräuschen verziert: bellende Hunde, seufzende Frauen, es knackt Feuer im Ofen, während der Vater seinem kleinen Sohn ein Schlaflied singt - so kann man sich das imaginäre Dorf viel besser vorstellen, wo sich die Handlung der Lieder abspielt.
russland.RU ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten
In ihrer Heimatstadt Rybinsk sind die Band-Mitglieder bereits sehr populär. Nun streben sie nach größerem Ruhm, wollen "die Welt füllen und damit die ökologische Lage verbessern", so die Musiker.